Dabei alleine kann es aber nicht bleiben! Wir müssen vor allem die Strukturen und Prozesse in den Blick nehmen, die maßgeblich die Kosten und Ergebnisse unserer Gesundheitsversorgung bestimmen. Die Krankenhausreform ist zwar ein wichtiger Schritt zu einer effizienteren und ressourcenschonenden Versorgung; die Beschränkung auf den stationären Bereich ist aber bei weitem nicht ausreichend. Nur wenn es gelingt, zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit unter den Playern aus den verschiedenen Sektoren zu kommen und neue und auch regionale Gestaltungsräume zu erschließen, können nachhaltige Versorgungslösungen entstehen, die sich zudem an einem salutogenetischen Leitbild orientieren sollten.
Viele Verantwortliche in der Branche halten darüber hinaus eine strikte und durchgängige Patientenorientierung und den Fokus auf Gesundheitserhalt auch entlang der Versorgungsketten für dringend erforderlich. Es kann nicht sein, dass ein Gesundheitswesen sich nur in marginaler Weise um Gesundheit kümmert.
Das vollständige Programm steht Ihnen bald hier zur Verfügung.
Auch 2026 findet am Vorabend, den 07.05.2026, ein gemeinsames Tischgespräch mit den Referentinnen und Referenten statt.
Mit Keynotes von Prof. Dr. Hanns-Peter-Knaebel und Dr. Ramin Assadollahi
09:00
Grußwort der Veranstalter
08:00
9:15
Ramin Assadollahi, promovierter Klinischer Psychologe und kognitiver Neurowissenschaftler, gründete 2001 ExB Labs. 2011 realisierte ExB einen Software- und Patentverkauf an Nokia, dessen Technologien weltweit auf mobilen Endgeräten eingesetzt wurden. Danach baute er ExB zu einem spezialisierten KI-Unternehmen aus, das Lösungen für medizinische Datenräume, klinische Dokumentation, Versicherungsprozesse und Pharma entwickelte. Sein Team gewann internationale medizinische KI-Wettbewerbe (ISBI, MICCAI), war Teil des bundesgeförderten AIQNET-Projekts und arbeitete mit Partnern wie Charité, B. Braun, Biotronik und Allianz. Insgesamt mobilisierte er über 50 Mio. € an Finanzierung und verbindet heute wissenschaftliche Tiefe, KI-Engineering und praktische Erfahrung im Gesundheitswesen – Kompetenz, die er in HALBZEIT einbringt.
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Ramin Assadollahi,
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09:45
Die Defizite im Gesundheitswesen lassen sich nicht allein durch Leistungskürzungen und Kostendämpfung beheben. Für nachhaltige Verbesserungen braucht es Innovationen mit echtem Mehrwert und eine Digitalisierung, die konsequent zu Ende gedacht wird. Das bedeutet: Wir brauchen Innovationen und Digitalisierung, die interdisziplinäre Prozesse sektorenübergreifend verbinden und so durch bessere Vernetzung einen echten Gewinn für Gesundheit und Versorgung leisten. Zugleich braucht es einen Perspektivwechsel der Gesundheitsleistungen: Weg vom Fokus auf Reparatur und Behandlung hin zu einer stärkeren Orientierung auf Gesundheitserhalt und Prävention.
| Claus Munsch, Generalbevollmächtigter, HMM Deutschland GmbH | |
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11:15
Networking & Getränke
11:45
Die segmentierte Gesundheitsversorgung leidet seit Jahren unter strukturellen und prozessualen Schwächen. Trotz zahlreicher Reformen steigen die Ausgaben in der Gesundheitsversorgung kontinuierlich. Für eine nachhaltige Finanzierung benötigt es daher ein grundlegendes Umdenken in der Nutzung der vorhandenen Mittel: Einerseits müssen die Beiträge von Versicherten und Arbeitgebern ausschließlich der Gesundheitsversorgung vorbehalten sein und nicht für andere gesellschaftspolitische Aufgaben eingesetzt werden. Zum anderen müssen sie perspektivisch nicht für isolierte Sektoren, sondern einer koordinierten, integrierten und interdisziplinären Versorgung zur Verfügung stehen. Dafür müssen die bestehenden Finanzierungs- und Versorgungsstrukturen neu gedacht und konsequent auf eine zusammenhängende Versorgung ausgerichtet werden.
| Dr. Gertrud Demmler, SBK-Vorständin | |
13:15
Networking & Imbiss
14:15
Mehr als ein Jahrzehnt Berufserfahrung als Chirurg, Oberarzt und Bereichsleiter am Universitätsklinikum Heidelberg. 2006 Habilitation im Fach Chirurgie und MBA an der Universität Salzburg. Seit dem 1. Januar 2026 ist Prof. Knaebel Vorstandsvorsitzender des neuen Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender der Aesculap AG, Vorstandsmitglied der B. Braun Melsungen AG sowie CEO der Röchling SE & Co. KG und Chairman des Management Boards von BIOTRONIK SE & Co. KG. Darüber hinaus engagiert er sich wissenschaftsnahen Gremien und technologieorientierten Unternehmen. Seine Arbeit fokussiert sich auf klinisch-industrielle Innovationspfade, translationalen Technologietransfer und die nachhaltige Weiterentwicklung universitärer Gesundheitssysteme.
„Die Krankenhauslandschaft verändert sich rasant und die Medizin stehen unter Dreifach-Druck: Ökonomische Realität, wissenschaftliche Beschleunigung und gesellschaftliche Erwartungen. Wir müssen die (Universitäts-)Medizin neu denken: Zukunft gestalten statt verwalten für eine bessere Versorgung.“
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Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel,
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14:45
Mehr Geld im Gesundheitswesen führt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Die gleichzeitigen Defizite bei Krankenkassen wie im stationären Bereich deuten auf die Notwendigkeit eines neuen Verständnisses von Ökonomie und Finanzierung hin. Ökonomisch ist das, was wirksam, effektiv und effizient die Gesundheit und Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessert. Gute Ergebnisse werden der Maßstab für nachhaltige Finanzierung sein. Welche Ansätze und Maßnahmen werden hierzu gedacht und umgesetzt?
| Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim | |
16:15